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Anlaufstelle, für Männer*, die in Kindheit oder Jugend sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren

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Tauwetter-Nachrichten – Neue Beiträge

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Dienstag, 22. September 2020

OLG Koblenz bestätigt Kontakt- und Näherungsverbot gegen Vater, nachdem dieser Bilder von sexualisierter Gewalt (Kinderpornographie) heruntergeladen hat

Es ist leider ein bekanntes Problem, dass bekannte und teilweise sogar verurteilte Sexualstraftäter ein Umgangsrecht mit den eigenen Kindern zugesprochen bekommen. Jetzt hat das Oberlandesgericht in Koblenz endlich ein Urteil gesprochen, dass in die andere Richtung geht:

Auf Initiative des Jugendamtes hatte das zuständige Familiengericht beschlossen, dass der Vater zweier Kleinkinder die Wohnung zu verlassen hat und sich den Kindern nicht nähern darf, nachdem ein Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes von Kinderpornographie gegen ihn eröffnet wurde. Dagegen hatte der Vater Beschwerde eingelegt, das OLG Koblenz hat aber eine Kindeswohlgefährdung gesehen und die Beschwerde zurück gewiesen. Das Urteil ist hier zu finden.

Dienstag, 22. September 2020

Bundesregierung veröffentlicht Angaben, welche Gelder vom Bund wie gegen sexualisierte Gewalt ausgegeben wurden

Als Antwort auf eine kleine Anfrage hat die Bundesregierung u.a. Angaben zu ihren Augaben gegen sexualisierte Gewalt gemacht. Wer als wissen will, wieviel Geld für Trau Dich, den UBSKM, das Hilfetelefon, die BKSF oder anderes vom Bund eingesetzt wird, kann das dort ab Frage 9 nachlesen.
Zur Frage der Finanzierung der spezialisierten Fachberatungstellen gegen sexualisierte Gewalt heißt es mal wieder lapidar: "Die Förderung der spezialisierten Fachberatungsstellen obliegt zuvörderst den Ländern." (Zum Vergleich: "kein Täter werden" hat von 2013 bis 2020 insgesamt über 2,5 Millionen € allein aus Bundesmitteln erhalten. Dazu kommen Gelder von Stiftungen und von Krankenkassen.)
Die gesamte Antwort der Bundesreigerung findet sich un der "Drucksache 19/21685 des Deutschen Bundestages".

Mittwoch, 09. September 2020

Interview mit Angela Marquardt vom Betroffenenrat

Wir möchten auf das sehr interessante Interview von Angela Marquardt im Deutschlandfunk hinweisen, es ist noch bis Januar 21 in der Dlf Audiothek zu hören. Frau Marquardt ist seit Juni im Betroffenenrat des UBSKM (Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs). Im dem Interview vom Juli gibt sie unter anderem Auskunft über ihre Schwerpunkte in der Arbeit im Betroffenenrat und über gesellschaftliche Ursachen sexualisierter Gewalt.

Mittwoch, 09. September 2020

Spendenlauf für AntigewaltKompetenzZentrum Allgäu e.V.

Wir unterstützen gerne den Aufruf zum Spendenlauf des AKZ Allgäu e.V., um Geld für das Auszeithaus zu sammeln. Das Auszeithaus  soll traumatisierten Menschen und ihre Kinder zur Verfügung stehen. Als sicherer Ort an „schweren oder belasteten Tagen“,insbesondere für Menschen aus organisierter Gewalt. Um einen Ausstieg oder Zeit & Raum „des zu sich Kommens“ möglich zu machen braucht es für den Verein „AntigewaltKompentenzZentrum e.V.“  finanzielle Unterstützung. Mehr Informationen zum Spendenlauf finden sich unter diesem Link

Dienstag, 11. August 2020

Expertise zu Sekundärverwertung von Interviews mit Betroffenen

Das Fachbuch "Forschungsdatenmanagement und Sekundärnutzung qualitativer Forschungsdaten - Perspektiven für die Forschung zu sexualisierter Gewalt" herausgegeben von Martin Wazlawik und Bernd Cristmann ist erschienen. In ihm befindet sich u.a. die Expertise von Thomas Schlingmann "Vermeidung von Belastungen oder Verlust der Deutungshoheit?" in der aus Betroffenenperspektive auf die mehrmalige Verwendung von Interviews mit Betroffenen geschaut wird. Das Buch ist Ergebnis einer Tagung zum Thema in Münster vom Juli 2019.

Dienstag, 11. August 2020

Beitrag in Focus-Online zur Situation betroffener Männer

In Focus-Online ist eine Beitrag zur Situation betroffener Männer und der Arbeit von Tauwetter erschienen. Grundlage ist ein Interview mit einem unserer Mitarbeiter. Der Beitrag befindet sich hier.

Freitag, 24. Juli 2020

Klarstellung & Korrektur zum Offenen Brief zur "Opferschutzbefragung“ der TU-Chemnitz: Kein Teil der Evaluation von "kein Täter werden"

Als Reaktion auf unseren offenen Brief haben sich die Forscher*innen der TU-Chemnitz gemeldet. Offensichtlich hat unser Brief für eine ziemliche Unruhe in der Universität gesorgt.

Es ist den Forscher*innen wichtig einige Missverständnisse auszuräumen. Sie haben uns mitgeteilt, dass der Opferschutzfragebogen kein Teil der Evaluation des GKV-Modellvorhabens („kein Täter werden“ + BIOS) ist. Es ist vielmehr die Masterarbeit von zwei Student*innen, die -wenn sie gut läuft- quasi als Vorarbeit für die Evaluation nutzbar sein kann. Die Evaluation würde natürlich ein anderes methodisches Niveau haben.

Mit dem Fragebogen ging es darum, die Perspektive der Betroffenen sexualisierter Gewalt einzubeziehen. Direkte Gespräche mit Betroffenen halten sie aber im Rahmen der Evaluation für nicht durchführbar, deshalb sollten „Opferschutz“-einrichtungen befragt werden. Leider würde das in den Teilnahmeinformationen nicht richtig deutlich. Sie bitten die Opferschutzbefragung dennoch auszufüllen und freuen sich auch über kritische Anmerkungen.

Keine Einigung konnten wir auf die Schnelle über das erzielen, was wir in unserem Brief „Verwechslung“ von Ziel und Tätigkeit oder „Kategorienfehler“ genannt haben. Da gibt es weiteren Diskussionsbedarf und dazu haben wir uns verabredet.

Wir freuen uns über die Reaktion der Forscher*innen. Unser Interesse ist natürlich eine gute Evaluation von „kein Täter werden“, das war ja ein Grund für unseren Brief. Deshalb haben uns die Erklärungen der Chemnitzer*innen gefreut und wir sind gespannt auf die weitere Diskussion.

navnîşan

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