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Anlaufstelle, für Männer*, die in Kindheit oder Jugend sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren

© 2015 Tauwetter e.V.

Dienstag, 26. Januar 2016

Unabhängiger Beauftragter beruft Aufarbeitungskommission

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Johannes Rörig, hat die Mitglieder der lange diskutierten und zu lange verzögerten unabhängigen Aufarbeitungskommission benannt. Es sind:

  • Prof. Dr. Sabine Andresen, Erziehungswissenschaftlerin , Vorsitzende der Kommission
  • Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend a. D.
  • Prof. Dr. Jens Brachmann, Bildungshistoriker
  • Prof. Dr. Peer Bricken, Psychiater und Psychotherapeut
  • Prof. Dr. Barbara Kavemann, Sozialwissenschaftlerin
  • Prof. Dr. Heiner Keupp, Sozialpsychologe
  • Brigitte Tilmann, Präsidentin des Oberlandgerichts Frankfurt/M. a. D.

Des Weiteren werden als ständige Gäste zwei Mitglieder des Betroffenenrates beim UBSKM sowie das Büro des UBSKM dabei sein.

Als Ziele wurden in einer Pressemitteilung benannt:

  • Betroffenen das Sprechen ermöglichen, jenseits der Gerichtssäle und Therapieräume
  • Dimension der sexuellen Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufzeigen
  • durch Anhörungen erlittenes Unrecht anerkennen und Genugtuung geben
  • breite gesellschaftliche Debatte über besseren Kinderschutz anstoßen

Und die konkreten Aufgaben sollen sein:

  • Missbrauch in Institutionen und im familiären Kontext in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR untersuchen
  • Strukturen aufdecken, die Missbrauch in der Vergangenheit ermöglicht und Aufarbeitung verhindert haben
  • Forschungsbedarf identifizieren
  • Eckpunkte einer gelingenden Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch modellhaft für Einrichtungen und Organisationen entwickeln

Leider ist die Kommission auf 3 Jahre bis März 2019 begrenzt und verfügt nur über beschränkte Mittel, die kaum ausreichen werden, um Aufträge zu vergeben, damit einzelne Fragen genauer beleuchtet werden können. So wird z.B. maximal eine begrenzte Untersuchung über die Zusammenhänge zwischen patriarchalen Konstruktionen von Geschlechtern, vorherrschenden Familienbilder und -konzepten und sexualisierter Gewalt möglich sein. Das wäre zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Familien aber ein genauso wichtiger Baustein, wie innerhalb der katholischen Kirche die Frage nach Zusammenhängen zwischen der katholischen "Ideologie" und sexualisierter Gewalt. Aufarbeitung muss bedeuten über eine reine Auflistung von Fakten hinaus zu gehen. Das wird eine der schwierigeren Aufgaben der Kommission.

Hoffen wir, dass die Aufarbeitungskommission trotz dieser Rahmenbedingungen erfolgreich arbeiten kann.

 

Donnerstag, 21. Januar 2016

Neue Selbsthilfegruppe für betroffene Männer* startet voraussichtlich im März

Im März 2016 startet bei Tauwetter die neue Selbsthilfegruppe für Männer*, die in der Kindheit oder Jugend sexuelle Gewalt erfahren mussten

Die Gruppe ist auch offen für Menschen, die sich als Trans* definieren.

Für Fragen und Infos zur Selbsthilfegruppe sind wir unter 030- 6938007 oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. zu erreichen
.

Dienstag, 19. Januar 2016

Stellungnahme des Betroffenerates zur sexualisierten Gewalt gegen Frauen am 31.12.15

Der Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten hat in einer Stellungnahme zu den Üvergriffen in der Sylversternacht am Kölner Hauptbahnhof Position bezogen. Er wendet sich gegen jede Form sexualisierter Gewalt und lehnt "die momentan in der öffentlichen Debatte verbreiteten rechtspopulistischen, rechtsextremen, rassistischen und völkisch motivierten Auslegungen ausnahmslos ab." Die Stellungnahme befindet sich hier.

Und wirt sind auf einen sehr guten Kommentar von Fabian Köhler zur derzeitigen Diskussion aufmerksam gemacht worden, der hier nachzulesen ist.

Dienstag, 05. Januar 2016

Vortrag über Schutzkonzepte in Unterkünften für Geflüchtete

Im Dezember hat Ursula Enders (Zartbitter Köln) einen sehr lohnenden Workshop in Hannover zu Schutzkonzepten in Unterkünften für Geflüchtete gehalten. Die Präsentation ist jetzt auf der Homepage von Zartbitter Köln zu finden. Sie zeigt gut die vielfältigen Ebenen auf, die zu berücksichtigen sind, und beschreibt welche Schritte zur Entwicklung von Schutzkonzepten sinnvoll sind. Die Folien können zwar keine Fortbildung ersetzen, geben aber für Menschen, die mit dem Thema konfrontiert sind, wichtige erste Einblicke.

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