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Anlaufstelle, für Männer*, die in Kindheit oder Jugend sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren

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Donnerstag, 30 September 2010

Positionen und Forderungen des Kongresses beim Runden Tisch vorgestellt

Vertreter_innen von Wildwasser und Tauwetter hatten Gelegenheit beim Runden Tisch die Positionen und Forderungen des Kongresses "Aus unserer Sicht" vorzustellen. Dafür wurden uns 15 Minuten zur Verfügung gestellt.

Wir haben deutlich gemacht, dass wir nicht die Sprecher_innen der Teilnehmer_innen des Kongresses und erst recht nicht von allen Betroffenen sind. Wir sind eben keine homogene Gruppe. Wir haben vielmehr betont, Berichterstatter_innen zu sein.

Da es natürlich nicht möglich ist, die Arbeit von zwei Tagen und von über 100 Menschen, die sich in einem 14-seitigen Papier niedergeschlagen hat, in 15 Minuten zusammen zu fassen, haben wir hauptsächlich versucht, deutlich zu machen, wie wichtig die Einbeziehung von Betroffenen als Expert_innen in die politische Diskussion ist. Dabei geht es um mehr, als einmal 15 Minuten zuzuhören. Wir haben das Positionspapier mit den Forderungen an alle Teilnehmer-innen verteilt und versucht an vier fünf Beispielen aus diesem Papier deutlich zu machen, welche Qualität die Diskussion gehabt hat. So hat sich z.B. noch niemand vom Runden Tisch an die Notwendigkeit von Soforthilfen gedacht, oder an die Notwendigkeit eines Scheidungsrechtes von Kindern gegen ihre missbrauchenden Eltern oder an die fehlenden Interventionsangebote für diejenigen, die volljährig nach wie vor sexuell missbraucht werden. Folien Die Resonanz war überwiegend positiv, wenn auch klar war, dass einige Widersprüche zu unseren Forderungen hatten. Was sich daraus ergeben wird, wer wirklich das Positionspapier durchlesen und die Forderungen einbringen wird, wird sich zeigen.

Vor dem Runden Tisch protestierten u.a. Mitglieder von "Netzwerk B", "Mogis" (Missbrauchsopfer gegen Internetsperren) und von "Missbrauch in Ahrensburg" dagegen, dass an Runden Tisch Betroffene nicht auf Augenhöhe mitreden dürfen.

Donnerstag, 01 August 2010

Spendenkampagne abgeschlossen

Nach drei Monaten und anfänglichen Schwierigkeiten ist die Spendenkampagne von Tauwetter doch noch erfolgreich abgeschlossen worden. Es sind insgesamt 21.405,- € gespendet worden. Die Bethe-Stiftung hatte zugesagt bis zu einer Größenordnung von 20.000,- € den Betrag zu verdoppeln. Wir möchten allen Spendern und Spenderinnen gerne ausdrücklich für diese wichtige Unterstützung unserer Arbeit danken.

Donnerstag, 01 Juli 2010

Homepage der Unabhängigen Beauftragten überarbeitet

Die Homepage der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs ist überarbeitet worden und die Stellungnahmen von Betroffenen sind jetzt wesentlich übersichtlicher.

Wir rufen nach wie vor alle Betroffenen auf, sich bei Frau Bergmann zu melden.

Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Ohr für Betroffene zu sein und das, was die sagen weiterzutragen. Die Betroffenen sollen als Experten ausdrücklich befragt werden, was Sie denken, was sich ändern muss. Diese Vorschläge und die Berichte werden ausgewertet und zusammengefasst. Dann sollen sie dem Runden Tisch und der Öffentlichkeit vorgelegt werden. Tauwetter sitzt mit im Beirat der Unabhängigen Beauftragten. Wir können von daher einschätzen, dass dort wirklich kompetente Leute mit dem zusammenfassen beauftragt sind. Es ist dies eine der wenigen Möglichkeiten, die eigene Meinung der Politik mal deutlich zu sagen.

www.beauftragte-missbrauch.de

0800 22 555 30, Mo 8:00 -14:00, Di Mi Fr 16:00 - 22:00, So 14:00 - 20:00

Mittwoch, 29 Juni 2010

Bundesweiter Kongress geplant

von Menschen, denen als Kinder oder Jugendliche sexuelle Gewalt widerfahren ist

Die Frauenselbsthilfe und -beratung von Wildwasser e.V. ,Berlin und Tauwetter, Anlaufstelle für Männer, die als Junge sexuell missbraucht wurden, planen im Moment einen bundesweiten Kongress von Betroffenen. Beide Organisationen arbeiten nach dem betroffenenkontrollierten Ansatz, der u.a. beinhaltet, dass dort ausschließlich Betroffene arbeiten und dass die Erfahrungen aus der Bearbeitung sexueller Gewalt in den Arbeit des Projektes einfließen.
Zur Zeit wird viel über Betroffene geredet, aber weniger mit ihnen. Wir wollen mit möglichst vielen gucken, ob wir es schaffen, uns gemeinsam zu äußern und deutlich zu machen, was unserer Meinung nach geschehen muss.
Sobald mehr klar ist, werden wir andere Betroffenenorganisationen ansprechen und breit einladen. Mehr Informationen hoffentlich demnächst hier.

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