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Anlaufstelle, für Männer* und TIN*, die in Kindheit, Jugend oder als Erwachsene sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren

© 2015 Tauwetter e.V.

Presseerklärung zum Abschluss des Runden Tisches

Am 30.11.2011 hat sich der Runde Tisch zum letzten mal getroffen. Aus diesem Anlass haben zahlreiche Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt und auch Verbände, wie die DGfPI und das bff eine Stellungnahme / Presseerklärung veröffentlicht. Kritisiert wird darin u.a die fehlende Finanzierung von Beratungsstellen, die Leitlinien des Justizministeriums, die auf eine Anzeigepflicht hinauslaufen, das Scheitern des Kinderschutzgesetzes im Bundesrat und die Tatsache, dass als Nachfolge von Frau Dr. Bergmann eine Mitarbeiter des Familienministeriums benannt wurde und nicht eine unabhängige Person von aussen. Zu letzterem wollen wir noch ergänzen, dass Herr Röhrig, nach allem, was wir gehört haben, kompetent und engagiert ist, aber ob er wirklich unabhängig sein kann, muss sich noch zeigen. Die Stellungnahme wurde von mehreren Zeitschriften aufgegriffen, hoffen wir dass das Thema Finanzierung von Beratung nicht mit dem Ende des Runden Tisches in der Versenkung verschwindet. Hier muss dringend etwas passieren, denn Frau Dr. Barbara Kavemann hat aktuell in einer Untersuchung festgestellt, dass nicht nur massive Lücken vor allem in ländlichen Regionen und im Bereich Männerberatung bestehen, sondern auch noch, dass die bestehenden Beratungsstellen um ihr finanzielles Überleben immer wieder kämpfen müssen.

Presseerklärung

Presseerklärung zum Abschluss des Runden Tisches

Unterlagen von Veranstaltungen im Netz

Die Unterlagen der Beiträge von Tauwetter auf den Veranstaltungen in Hamburg und Bielefeld zu sexualisierter Gewalt gegen Jungen und Männern, sowie die Folien zum Beitrag auf dem Plenum der Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchenn und Jungen sind jetzt im Netz. Bitte beachtet, dass auf den Folien ein Copyright liegt und dass sie zur Verwendung im persönlichen Gebrauch bestimmt sind.

4.11.2011 Fachtag, Hamburg, Vortrag "Geschlechtsspezifische Bewältigung und Bearbeitung bei Männern, die als Junge sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren"

9.11.2011 Aktionswoche gegen Sexismus und Homphobie, Bielefeld, Vortrag "Sexualisierte Gewalt gegen Jungen und Männer"

16.11.2011 Plenum der Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen Vortrag "Aktuelle Studie des KFN zum Ausmaß sexueller Gewalt"

Unterlagen von Veranstaltungen im Netz

Bilanz Block der Gesichtslosen & Redebeiträge

Nach längeremn Diskussionen haben wir jetzt ein Papier geschrieben, in dem wir versuchen eine Bilanz unseres Engagements gegen sexualisierte Gewalt u.a. in der katholischen Kirche anlässlich des Papstbesuches zu ziehen. Gleichzeitig sind endlich die Kurzbeiträge, die während des Blocks der Gesichtslosen über unseren Lautsprecherwagen gekommen sind zusammengestellt. Mit in dem Paket sind auch die Beiträge, die wegen der unerwartet kurzen Zeit nicht gehalten werden konnten. Viel Spaß beim Nachlesen.

  • Bilanz
  • Redebeiträge

Bilanz Block der Gesichtslosen & Redebeiträge

Ausführliche Stellungnahme von Zartbitter

"Zu schön, um wahr zu sein..."
Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachen stellt einen deutlichen Rückgang sexualisierter Gewalt fest

In der letzten Woche veröffentlichte Prof. Pfeiffer erste Ergebnisse des vom KFN im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführten Projekts "Sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen: Eine Befragung von 16- bis 40-Jährigen". Die Untersuchung stellt einen deutlichen Rückgang sexuellen Missbrauchs fest. Dieses Ergebnis ist eine wohltuende Botschaft nach den Skandalen sexuellen Missbrauchs in Institutionen, die im letzten Jahr die (Fach-)öffentlichkeit erschütterten. Es bestätigt den Erfolg einer engagierten Arbeit gegen sexuellen Missbrauch, den seit Mitte der 80er Jahre vor allem die Fachstellen gegen sexualisierte Gewalt wie z.B. Wildwasser, Zartbitter und Tauwetter sowie die Frauennotrufe, Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser geleistet haben.

Bei aller Freude über positive Entwicklungen darf jedoch nicht ausgeblendet werden, dass die Studie aufgrund undifferenzierter Fragestellungen wesentliche Aspekte sexuellen Missbrauchs beispielsweise neue Formen sexueller Gewalt nur zu einem Bruchteil erfasst.

Der Fragebogen blendet die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Jungen im Internet zu großen Teilen aus. Die für das Internet typischen Missbrauchsformen der Aufzeichnung sexueller Handlungen von Kindern mit der Webcam und die Konfrontation mit harter Pornografie bleiben in der Studie völlig unberücksichtigt.

Das Forschungsteam hat eine Definition zur Grundlage ihrer Befragung gewählt, die dem Forschungsstand der 90erJahre entspricht und lediglich sexuelle Handlungen erfasst, wenn zwischen Opfern und Tätern mindestens ein Altersunterschied von fünf Jahren besteht. Damit blendet die Studie alle Fälle strafrechtlich relevanter sexualisierter Gewalt aus, die von strafmündigen jugendlichen Tätern und Täterinnen an Mädchen und Jungen verübt werden, die...

Ausführliche Stellungnahme von Zartbitter

Presseerklärung von Tauwetter zu Studie über angebliche gesunkene Häufigkeit von sexualisierter Gewalt:
Studie nicht repräsentativ und deshalb Schlussfolgerungen nicht zulässig

Das niedersächsiche kriminologische Forschungsinstitut arbeitet aktuell an einer Studie zur Häufigkeit von sexualisierter Gewalt. Am Dienstag hat der Leiter Herr Pfeiffer zusammen mit der Forschungsministerin Frau Schavan auf einer Pressekonferenz erste Ergebnisse vorgestellt. Dabei haben sie behauptet, die Häufigkeit sexuellen Missbrauchs sei gesunken und die Anzeigebereitschaft gestiegen. Die Pressemitteilung des Forschungsministeriums kann auf der Webseite des BMF nachgelesen werden www.bmbf.de/. Diese Studie erfolgte im Auftrag des Forschungsministeriums auf Anregung des Runden Tisches.

Nach unserer Meinung lässt sich mit den erhobenen Zahlen nicht belegen, dass das Ausmaß sexualisierter Gewalt zurück gegangen und die Anzeigebereitschaft gestiegen ist. Die Studie ist nicht repräsentativ, es wurde nur ein Ausschnitt der Bevölkerung befragt, in dem weniger Betroffene zu erwarten sind. Wir haben deshalb eine Presseerklärung zum Thema erstellt, die sich hier befindet. Unsere Kritik haben wir bereits am Runden Tisch und auch direkt beim KFN vorgebracht. Einbezogen wurde sie aber nicht.

Es besteht die Gefahr, dass aktuell mit dem Ausscheiden von Dr. Cristine Bergmann als Unabhängiger Beauftragter und dem bevorstehenden Ende des Runden Tisches, das Thema sexualisierte Gewalt wieder begraben wird. Mit Hilfe solcher Studien lässt sich die Notwendigkeit eines flächendeckende Ausbau eines Netzes von Unterstützungsangeboten für Betroffene wunderbar zurück weisen. Es ist wichtiger denn je, den öffentlichen Druck aufrecht zu erhalten.

Presseerklärung von Tauwetter zu Studie über angebliche gesunkene Häufigkeit von sexualisierter Gewalt

Nachlese Block der Gesichtslosen

Inzwischen sind etwas über zwei Wochen seit dem Block der Gesichtslsoen auf der Papst-Demo vergangen und die Nachbereitung läuft:

Die Redebeiträge sind als Audiodateien, also zum Anhören auch im Netz und zwar unter http://www.archive.org/

Die kompletten Redebeiträge (also auch die, die wegen Zeitmangels nicht gehalten werden konnten) und Grußadressen kommen demnächst.

Es gibt für alle, die uns in der Vorbereitung und bei der Durchführung des Blocks unterstützt haben ein Nachbereitungstreffen mit anschließendem Umtrunk und zwar am Donnerstag, den 27.10.2011 um 20:00 Uhr im Wildwasser Frauenladen in der Friesenstraße 6 in 10965 Berlin.

Nachlese Block der Gesichtslosen

500 Teilnehmende am Block der Gesichtslosen

Am Block der Gesichtslosen von Betroffenen sexualisierter Gewalt und solidarischen Personen nahmen nach unserer Schätzung fast 500 Menschen teil.

Die Stimmung war gut. Viele trugen weiße Masken, es wurde toll aufeinander geachtet, und die Atmosphäre war sehr solidarisch. Wir haben gemeinsam das Bild vom stillen, traurig leidenden Opfer durchbrochen, wir waren laut, unbequem, wir haben nicht gebettelt, wir haben gefordert und wir haben unserer Wut Ausdruck verliehen.

Das war eine tolle Erfahrung und wir möchten euch allen danken, die ihr dazu beigetragen habt. Dies ist es auch gewesen, was es ermöglicht hat, mit den Polizeischikanen umzugehen. Dabei haben wir von vielen Menschen aus anderen Demoblöcken spontan Unterstützung bekommen. Wir hoffen alle anderen haben ähnlich positive Erfahrungen gemacht.

Wir haben gestern Nacht noch eine Presseerklärung veröffentlicht, leider scheinen die Medien sich aber mehr für den Jubel, als für die Positionen von Betroffenen sexualisierter Gewalt zu interessieren. Es ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben, aber der Block gestern war ein wichtiger Schritt dabei. Wir sind nicht länger still, wir lassen uns nicht länger zum Objekt machen, weder von sexualisierter Gewalt, noch von Voyeurismus, noch von Zuweisungen, wie wir zu sein haben.

Wir werden uns in den nächsten Wochen hinsetzen und den Block mit den verschiedenen Beteiligten nachbereiten und beabsichtigen in den nächsten Tagen die Redebeiträge auf unsere Homepage stellen.

500 Teilnehmende am Block der Gesichtslosen

Demoroute für Papstdemonstration steht fest

Start Potsdamer Platz!

Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes bei der es der Demonstrationsorganisation gelungen ist wesentliche Verbesserungen bei der Route durchzusetzen, hat sich das Bündnis entschieden, nicht weiter zu klagen. Der ursprüngliche Startpunkt am Brandenburger Tor ist wegen Sicherheitsbedenken nicht genehmigt. Die Demonstration wird deshalb um 16:00 Uhr am 22.9. am Potsdamer Platz beginnen. Von dort wird es die Ebertstrasse lang gehen bis zum Holocaustmahnmal, rechts in die Hannah Ahrendt Strasse, die zur Französichen Strasse wird. Links durch die Glinkatrasse und recht Unter den Linden bis zum Bebelplatz, wo die Abschlusskundgebung vor der Hedwigkathedrale stattfindet. Die Auftaktkundgebung beginnt um 16:00 Uhr, die Demonstration selber um 17:30 Uhr und die Abschlusskundgebung soll von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr gehen.

Der Block der Gesichtslosen wird direkt hinter dem Bündniswagen und dem Papamobil vorne in der Demonstration laufen und hat die Nummer 3. Hinter uns wird der Wagen und Block von Verdi kommen. Nach Aussage der Demoleitung sind die Masken mit der Polizei abgesprochen.

Sagt bitte möglichst vielen Bescheid, damit niemand alleine am falschen Startpunkt steht. Letzte Infos wird es auf der Infoveranstaltung am Vorabend um 19:00 Uhr im Versammlungsraum im Mehringhof, Gneisenaustrasse 2a geben.

Am 19.09.2011 um 19h00 Uhr findet übrigens im Familiengarten Kreuzberg, Oranienstraße 34 eine spannende Veranstaltung statt: ökonomien der Bevölkerung: Familienpolitik entlarven! Die Veranstalter_innen schreiben dazu:

Anlässlich des Papstbesuchs wollen wir bei unserer Diskussionsveranstaltung beleuchten, auf welche Weise diese Politiken heteronormative Vorstellungen der Kleinfamilie fortschreiben, welchen nationalen und ökonomische Interessen sie bedienen, und von welchen konservativen, kirchlichen und rassistischen Lobbies sie vorangetrieben werden. Nicht zuletzt wollen wir fragen, wie eine...

Demoroute für Papstdemonstration steht fest

Infoveranstaltung zum Block der Gesichtslosen

Die Vorbereitungen für den Block der Gesichtslosen laufen auf Hochtouren (Infos zum Block s.u.). Unmittelbar vor der Demonstration anlässlich des Papstbesuches am 22.9.2011 um 16:00 Uhr gibt es am Vorabend eine Infoveranstaltung mit letzten Infos.

Ort: Versammlungsraum des Mehringhofs (2. Hinterhof, Aufgang 3, 1. Og links) in der Gneisenaustrasse 2a, 10961 Berlin

Zeit: Mittwoch 21. September 2011, 19:00 Uhr

In der diesseits, einer Zeitschrift des Humanistischen Verbandes Deutschlands, ist ein Artikel u.a. zum Block der Gesichtslosen erschienen. Zu finden ist er auf ihrer Homepage.

Infoveranstaltung zum Block der Gesichtslosen

Input auf antispychiatrischer Konferenz. Auf der Suche nach dem Rosengarten

Vom 2. - 34. September fand in Berlin die internationale Konferenz "Auf der Siche nach dem Rosengarten, echte Alternativen zur Psychiatrie umsetzen". Tauwetter hat dort auf dem Podium der Arbeitsgruppe "Der betroffenenkontrollierte Ansatz im Gespräch" zusammen mit Wildwasser Frauenselbsthilfe und Beratung und dem Weglaufhaus diskutiert. Der Input von Tauwetter (Projektvorstellung, Geschichte des betroffenenkontrollierten Ansatzes, Finanzierung) ist hier zu finden.

Input auf antispychiatrischer Konferenz. Auf der Suche nach dem Rosengarten

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